Ab 19.00 Uhr erwartet Sie ein einzigartiges Programm

„Auch die Bretter, die mancher vor dem Kopf trägt, können die Welt bedeuten...“

(Werner Fink, Kabarettist 1902-1978)

Das Theater in der Marzipanfabrik bietet Ihnen zur Theaternacht ein außergewöhnliches Programm. Größtenteils Ausschnitte von Produktionen die diese Spielzeit auf dem Programm stehen werden. Also noch vor der Premiere. Exklusiv. In der Hamburger Theaternacht. Halten Sie an, bleiben Sie stehen und schauen...

19.00 WhiteHall

„It’s all about the money (and action)“

 

Ein kleiner turbolenter Spaß. Das Ensemble kämpft, schlägt, stolpert, rettet sich in einer Bar. Fast wie im Leben.

Kampfchoreografie Jens Wesemann

 

19.15 BlackBox

„Einsamkeit, Zweisamkeit“

Szenen aus Woyzeck, Frühlings Erwachen, Antigone u.a.

 

Kleine, intensive, verstörende, beglückende, anrührende, ernüchternde Szenen klassischer Dramen.

Der Mensch ist nicht allein. Zum Glück. Und Unglück.

Mit Georg A. Geck, Sarah Mroß, Nele Wulf, Olga Zimmermann

 

20.00 WhiteHall

Ausschnitt aus

„Die geliebte Stimme“ von Jean Cocteau

 

„Die geliebte Stimme“ von Jean Cocteau.

Ein letztes Telefonat, ein letztes Gespräch,

ein halbierter Dialog. Der Geliebte

hat sie verlassen. Sie will sich als fairer,

starker Verlierer zeigen und sieht doch

am Ende des Gespräches keinen anderen

Ausweg, als aus dem Leben zu scheiden.

 

Mit Olga Zimmermann

Regie Torsten Diehl

Bühne/Video Mued van de Schlaf

Musik Murnau-Jessner-Bros.

 

 

20.30 BlackBox

Ausschnitt aus

„Der König des Plagiats“ von Jan Fabre

 

Ein Schauspieler auf der Bühne? Hinterbühne? Ein Schauspieler auf dem Theater. Das ist sicher. Doch wie sicher ist die Bühne? Er will Großes, Größtes leisten. Alle an die Wand spielen. Aber ist nicht schon alles gespielt worden? Nicht alles gesagt worden?

Ist letztlich nicht alles Plagiat und die Originale sind längst im theatergeschichtlichen Kosmos verschollen? Jan Fabre hat einen fulminanten Text über die Suche nach dem Sein oder Nichtsein des Schauspielers geschrieben. Ein besonderer Text und sicher kein Plagiat.

Mit Georg A. Geck

Regie Torsten Diehl

 

20.45 WhiteHall 

Ausschnitt aus

"Marlene. I am Good. Ikone. Mutter. Hausfrau."

von Christa Krings und Peter Dorsch

Am 24. Oktober wird die neue Produktion von Christa Krings im Theater in der Marzipanfabrik Premiere haben. Man darf einen spannenden Abend über Marlene Dietrich erwarten, der sich

auf die Suche nach dem Menschlichen im Mythos Marlene macht…

Mit Christa Krings

Piano Sebastian Hubert

Regie Peter Dorsch

Musikalische Leitung Matthias Stötzel

Kostüm Iris Künzer

Maske Katrin Timber

21.15 WhiteHall

Ausschnitt aus

„Liebe Jelena Sergejewna“

von Ljudmila Razumovskaja

Jelena  Sergejewna hat Geburtstag und bekommt Besuch. Von ihren Schülern. Die freudige Überraschung weicht jedoch schnell der schockierenden Ernüchterung, denn die Schüler haben einen Plan; mit Jelena und wie man auf "unbeschwerte Weise" zu guten Abschlussnoten kommen könnte. Das Stück über menschliche Abgründe einer urbanen Gesellschaft der 90er Jahre ist leider aktueller denn je.

Mit Georg A.Geck, Sarah Mross, Ina Twest, Nele Wulf, Olga Zimmermann

Regie Torsten Diehl

 

Programmende ca. 22.00

Ein Abgesang mit Musik von Henry Purcell und Wilfried Hiller

„In meinem Ende ist mein Anbeginn...“

(Stefan Zweig nach Maria Stuart)

Nach neunzehnjähriger Gefangenschaft wird Maria Stuart am 8. Februar 1586 hingerichtet. 45 Lebensjahre haben ausgereicht, um aus einem Menschen eine Figur zu konstruieren, die voller Projektionen und Kontroversen steckt. Wörter wurden ihr im Mund verdreht, ganze Korrespondenzen womöglich erfunden. Maria, die Märtyrerin. Die Mörderin. Die Liebhaberin. Damals Schmähbriefe, heute shitstorm, fake news, tendenziöse Berichterstattung. Das Medium hat sich geändert, die Message bleibt alt. 

Auf Grundlage von Briefen aus ihrer Zelle und anderen Maria Stuart zugeschriebenen Texten, komponierte Wilfried Hiller 1974 sein Monodram für Schauspielerin und Schlagwerk „An diesem heutigen Tage“, das die letzten Stunden im Leben der Königin hör- und erlebbar machen soll. Denn auch ihr Tod sollte noch Teil einer vollendeten Inszenierung sein. Er sollte ein Fest, der Triumph einer Märtyrerin sein. 

Für eine ähnliche und doch ganz andere Zeremonie schrieb Henry Purcell 1695 die Musik: vor der Westminster Abbey liegt ein Meer von Blumen durchbrochen von Inseln aus Briefen. Auch diejenigen, die den Sarg nicht aus der Nähe sehen können, wollen ihre Trauer zum Ausdruck bringen. Wie nach dem tragischen Unfall von Princess Diana 1997 lag Großbritannien nach dem Tod von Mary II. in tiefer Trauer. Ihr Mann William III. hätte es gerne bei einem kleinen Begräbnis innerhalb der Familie belassen, die außerordentliche Beliebtheit seiner Frau in der Bevölkerung setzte ihn jedoch unter Druck, den Tod von Queen Mary mit einem Festakt zu zelebrieren. 

Mit „zwei Stunden nach Mitternacht“ widmen wir uns nicht der bloßen Abbildung zweier historischer Königinnen, sondern benutzen ihre Lebens- und Todesumstände als Assoziationsraum über den unaufhörlichen Drang unsere Realität zu manipulieren und neue Realitäten zu inszenieren. Nutzen wir die Stunde Null im Leben dieser Frauen und suchen nach den Menschen hinter den Konstrukten. 

PREMIERE

20. Juni 2019

weitere Vorstellungen:

22. Juni 2019

23. Juni 2019

WhiteHall

Regie

Maurice Lenhard

Musikalische Leitung

Bar Avni & Nicolas Kierdorf

Raum

Malina Raßfeld

Kostüm

Christina Geiger

Mitarbeit Raum

Anna Pelz

Regieassistenz

Matthias Piro

mit

Benjamin Boresch, Pia Carlotta Hansen, Luciano Lodi, Sarah Zelt und Ljuban Zivanovic

Es spielen Instrumentalist*innen der HfMT Hamburg

Theaternacht Hamburg 2019

zwei Stunden nach Mitternacht

Steife-Brise-Masterclass spielt auf

Sehen Sie wie Improhandwerk aussehen kann!

 

Am 18. Mai 2019 sehen Sie, wie Improhandwerk aussehen kann! 

Die Steife Brise stellt im bereits zweiten Jahrgang die Meister*innen von morgen vor: Im Rahmen der Ausbildung zu*r professionellen Improtheaterspieler*in bringt die Steife Brise gleich in zwei verschiedenen Vorstellungen die Masterclass-Schüler*innen auf die Bühne.  Jede*r von ihnen wird eine ganz persönliche Herausforderung absolvieren und gemeinsam mit den Mitstreitenden ein Format auf die Bühne bringen. Das verspricht viel frischen Wind und improvisierte Szenen vom Feinsten.

18. Mai 2019

1. Erste Vorstellung: 19.00 Uhr
Zweite Vorstellung: 20.45 Uhr

Meisterstücke

Viva con Agua hat zusammen mit Sofa Concerts die Benefiz-Konzert-Reihe MUSIC CREATES WATER initiiert.

Künstler, Veranstalter, Ort alle arbeiten für den guten Zweck: Brunnen zur Trinkwassergewinnung in Äthiopien.

Die Karte ist für 0€ zu bekommen. Du bestimmst, ob und wieviel Du spendest. Die Spenden werden zu 100% für die Brunnenprojekte verwandt. Dafür steht Viva con Agua. Eine Idee, die auch uns als Theater sofort überzeugt hat und Unterstützung verdient. Vom 15.-25.03.2019 finden in Hamburg zahlreiche Konzerte in diesem Rahmen statt. Am 16.03. machte in unserer BlackBox LIA den Anfang. Nun folgt KRAMER am 24.03. Wir freuen uns auf KRAMER und den supporting act Tim Jaacks (www.timjaacks.de)

 

KRAMER hat am 1. März seine erste Single ANGST releast und arbeitet momentan im Studio am Feinschliff für seine EP, die diesen Herbst erscheinen wird. Das Benefiz-Konzert in der BlackBox wird in einem besonderen und reduziertem Setup stattfinden und so Einblicke in die Songwriting- und Produktionsprozesse seiner anstehenden Veröffentlichung geben. Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf dieses besondere Konzert, das man auf keinen Fall verpassen sollte .

        KRAMER am 24.03.2019 live on stage                

KRAMER supp.act Tim Jaacks

Benefiz-Konzert Music Creates Water / VCA

24. März 2019

BlackBox

Einlass 18.00 Uhr

Beginn 19.00 Uhr

VVK/AK 0€

Achtung: begrenzte Platzzahl

Konzert: KRAMER

Viva con Agua hat zusammen mit Sofa Concerts die Benefiz-Konzert-Reihe MUSIC CREATES WATER initiiert.

Künstler, Veranstalter, Ort alle arbeiten für den guten Zweck: Brunnen zur Trinkwassergewinnung in Äthiopien.

Die Karte ist für 0€ zu bekommen. Du bestimmst, ob und wieviel Du spendest. Die Spenden werden zu 100% für die Brunnenprojekte verwandt. Dafür steht Viva con Agua. Eine Idee, die auch uns als Theater sofort überzeugt hat und Unterstützung verdient. Vom 15.-25.03.2019 finden in Hamburg zahlreiche Konzerte in diesem Rahmen statt. Am 16.03. macht in unserer BlackBox LIA den Anfang. KRAMER folgt am 24.03.

 

LIA ist: unerschrocken, selbstbewusst, direkt und erfrischt mit einer authentischen Art auf der Bühne. Seit vier Jahren steht sie nun mit ihrer Musik solo auf der Bühne und für den Winter 2019 ist die Produktion des lang ersehnten Albums geplant. Ihre Musik klingt lebendig und intensiv. Dabei kommt bei einigen Stücken eine rhythmische Rock-Attitüde rüber, bei der man die Füße nicht still halten kann und bei anderen wiederum eine vorsichtige Melancholie, die das Publikum einlädt, die Augen zu schließen. In jedem Fall hat LIA mit ihren Texten etwas zu erzählen und ist dabei weitsichtig, tiefgründig und mit jedem Wort extrem ehrlich.

                LIA am 16.03.2019 live on stage                

LIA

Benefiz-Konzert Music Creates Water / VCA

16. März 2019

BlackBox

von Anton Čechov

Der Kirschgarten gehört neben der Möwe , den Drei Schwestern oder Onkel Wanja zu den bekanntesten Dramen Čechovs. Er bezeichnet den Kirschgarten allerdings als Komödie. In der Absurdität menschlichen Handelns ist es das letztendlich auch.

Der Verkauf eines wunderschönen Kirschgartens samt des Herrenhauses wird aufgrund von jahrelanger Misswirtschaft nötig, denn die Familie Andrejevič ist pleite. Zu einer illusorischen  Rettung steigern sich  alle in persönliche Erlösungsphantasien ; schließlich wird das Gut vom neureichen Lopachin bei der Zwangsversteigerung gekauft. Die Familie muss ihr Zuhause für immer verlassen. 

Gleichwohl 1903 geschrieben ist die Thematik  aktueller denn je. Doch Čechov wäre nicht der große Portraitist seelischer Verwerfungen geworden, wenn es bei der Story geblieben wäre - stattet er doch jede Figur mit größtmöglichen Widersprüchen aus und ist dem Leben deshalb so nah wie kaum ein zweiter Autor des 20. Jahrhunderts.

PREMIERE

21. Februar 2019

weitere Vorstellungen:

22. Februar 2019

23. Februar 2019

WhiteHall

Regie & Bearbeitung

Torsten Diehl

mit

Felicia Beuck, Georg Geck, Oskar Ketelhut, René Marcuse, Sarah Mroß, Heleen Schösler, Ina Twest, Nele Wulf und Olga Zimmermann

DER KIRSCHGARTEN

Steife-Brise-Masterclass spielt auf

Sehen Sie wie Improhandwerk aussehen kann!

Am 1. Dezember präsentieren die Absolventen der Steife Brise-Masterclass ihre “Meisterstücke”. Hier sehen Sie, wie Improhandwerk aussehen kann. Die Steife Brise stellt erstmals die Meister von morgen vor: Im Rahmen der Ausbildung zu*r professionellen Improspieler*in bringt die Steife Brise 2 x 5 Masterclass-Schüler*innen auf die Bühne. Gemeinsam mit Spieler*innen der Steifen Brise werden feinste Improszenen gebacken, mit frischem Wind ins Publikum getragen und zur Verköstigung freigegeben!

01. Dezember 2018

1. Erste Vorstellung: 19.00 Uhr
Zweite Vorstellung: 20.45 Uhr

Meisterstücke

Die geliebte Stimme

von Jean Cocteau

Ein letztes Telefonat. Ein letztes Gespräch, ein halbierter Dialog. Der Geliebte hat sie verlassen. Sie will sich als fairer, als starker Verlierer zeigen und sieht doch am Ende des Gespräches keinen anderen Ausweg mehr, als aus dem Leben zu scheiden.

Werkstattaufführung:

12. & 13. Oktober 2018

20.00 Uhr

Jean Cocteau

Die geliebte Stimme

 

Mit Olga Zimmermann

 

Regie Torsten Diehl

Bühne/Video Mued van de Schlaaf

WHITEHALL

DER TRINKER

von Hans Fallada

in einer Textfassung von:
Uwe Dag Berlin und Claudia Steinseifer

Regie: Uwe Dag Berlin
als Erwin Sommer: Matthias Brenner 

INTENDANT MATTHIAS BRENNER IN EINEM FURIOSEN SOLOSTÜCK

Wir freuen uns über ein ganz besonderes Gastspiel, das des Neuen Theaters Halle. 

Und Schauspieler und Regisseur Uwe Dag Berlin (Wir können auch anders, Sonnenallee, Herr Lehmann, NVA) inszeniert mit Der Trinker von Hans Fallada einen grandiosen Abend, den Sie nicht verpassen sollten. In der Hauptrolle der bekannte und beliebte Schauspieler Matthias Brenner (Club der roten Bänder, Tatort, aktuell im Kino - In den Gängen). 

07. Juli 2018

Beginn 20.00 Uhr.

VVK 11 €/ 8 € erm.

AK 13 €/10 € erm

DIE GENESE EINER ALKOHOLABHÄNGIGKEIT

Die Geschichte des Erwin Sommer ist der Rückblick eines aus dem Tritt geratenen Kleinstadt- Geschäftsmannes, der innerhalb weniger Wochen dem Alkohol verfällt und damit nicht nur seine Ehe, sondern auch seine berufliche Existenz und schließlich sein ganzes Leben ruiniert. Durch eine Unachtsamkeit im Geschäft gerät Erwin Sommer in finanzielle Schwierigkeiten, die er aber aus Scham vor seiner Frau lieber geheim hält. Durch einen Zufall erlebt er das erste Mal einen Alkoholrausch. Er geniesst diese Realitätsflucht, den Zustand des Vergessens und gerät dann durch das immer wieder aufkommende Bedürfnis nach Betäubung in eine Abwärtsspirale, aus der er sich nicht zu befreien weiss. Fallada beschreibt in diesem – seinem wohl persönlichsten, weil in großen Teilen autobiografischen – Roman, wie schmal der Grat zwischen der Sicherheit einer bürgerli- chen Existenz und dem unumkehrbaren Absturz an den Rand der Gesellschaft und darüber hinaus ist. Er verdeutlicht den zerstörerischen Sog der Sucht vom ersten leichten Schwips über das Verlangen nach der Wiederholung des Rausches bis hin zum zwanghaften Bedürfnis nach dem immer wiederkehrenden Exzess und der vermeintlich befreienden Wirkung  

Neues Theater Halle

Steife-Brise-Masterclass spielt auf

Sehen Sie wie Improhandwerk aussehen kann! Am 26. Mai lädt die Steife Brise erstmals zur Doppelvorstellung der “Meisterstücke” ein. Je fünf der zehn Steife-Brise-Masterclass Teilnehmer*innen teilen sich die Bühne gemeinsam mit Spieler*innen der Steifen Brise. Die Steife-Brise-Masterclass arbeitet ein Jahr gemeinsam im Rahmen einer Ausbildung zu*r professionellen Improspieler*in. In der Show wird Altbekanntes und wagemutig Neues zu sehen sein, Kurzes und Längeres, Komisches und Tragisches. Das Publikum darf sich auf eine wilde Mischung aus frischem Steife Brise-Wind und professionellem Impro-Handwerk freuen.

Die Masterclass ist der intensivste Kurs der Steifen Brise! Sie ist auf zehn Teilnehmer limitiert und an einen Besuch eines Aufnahmeworkshops/-castings gebunden. Zwei Trainer*innen der Steifen Brise geben ein Jahr lang, an 16 vollen Tagen, das Steife Brise Meister-Knowhow weiter. Neben klassischem Arbeiten an Schauspiel, Figuren, emotionalem Ausdruck, Storytelling, Komik und Moderation werden eine weite Reihe von Impro-Spezialthemen durchdrungen und in zwei mit der Steifen Brise gemeinsamen Shows in Szene gesetzt. Bewerbungszeitraum für die Masterclass 2019: ab sofort bis 15. Oktober 2018. Bewerbungen an: masterclass@steife-brise.de

26. Mai 2018

1. Erste Vorstellung: 19.00 Uhr
Zweite Vorstellung: 20.45 Uhr

Meisterstücke

Fotos

Kathrin Brunnhofer

Kooperationspartner

fokus!tanzperformance e.V.

Elbe-Werkstätten GmbH

Theater in der Marzipanfabrik

box•stories

KISTENGESCHICHTEN

Wir alle kennen sie: die Plastikboxen in unterschiedlichen Größen, Formaten und Farben, mal transparent, mal blickdicht, mit Deckel oder ohne, stapelbar, wasserdicht und staubabweisend. Sie finden sich in Abstellräumen, auf Dachböden, in Kellern, in Regalen und auf Ablagen. Wir nutzen sie zum Aufbewahren, Transportieren, Sortieren, Sammeln und Horten. CDs, alte Schulhefte, Spiele, Kleider, Bücher, alte Puppen, Weihnachtsschmuck, vergilbte Fotos, einzelne Knöpfe, Katzenfutter, Zeitungsausschnitte, Briefe vergangener Liebschaften, Werkzeug und Stoffe - sie sind gefüllt mit vielerlei Dingen, alltäglichen, wichtigen, unliebsamen, unnützen, besonderen und fast vergessenen.

Was aber beinhalten sie wirklich, welche Welten verbergen sich in ihnen, welche Geschichten können sie erzählen, welche Erinnerungen, Bilder und Töne bewegen sich in ihnen. Und was sind sie, wenn sie nicht gefüllt sind.

Die Tänzer*innen von here we are nähern sich in dem inklusiven Performance-Projekt box•stories, den vielfältigen Nutzungs- und Bedeutungsebenen dieser Kunststoffboxen und ihrem Innenleben. Erinnerungen und Geschichten des Lebens in Kistenstapeln - vertanzt, verfilmt, vertont.

Premiere:

12. April 2018

weitere Aufführungen:

13.April

14. April

Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Tickets

VVK 11 €/ 8 € erm.

AK 13 €/10 € erm

Die Tänzerinnen und Tänzer

Anne Schumacher

Esther Pickert

Farkunda Sekander Kahn

Ibrahim Erkara

Ilknur Nergiz

Jens Stohlmann

Julia Fortes Rosario

Lawrine Lartey

Maren Krüger

Rebekka Diesenbacher

Samuel Krenz

Susanne Wehowsky

Anke Böttcher (Künstlerische

Leitung & Choreografie)

Lilli Thalgott (Videos & Workshop)

Sarah Lasaki (Workshop)

Torsten Diehl (Bühne)

Katharina Schmige (Kostüme)

Kathrin Brunnhofer (Fotografie)

Felix Striegler (Licht)

Ronnie Henseler (Sound)

Sigrid Wollmann (Koordination)

Lothar Poppe (helfende Hand)

DIE WELT IN KISTEN

Das Mädchen ohne Hände

von Torsten Diehl nach den Gebrüdern Grimm

WER DEM TEUFEL DIE HAND REICHT

Das Mädchen ohne Hände gehört sicher zu den unbekannteren Märchen der Gebrüder Grimm. Vielleicht auch deshalb, weil selbst die abgebrühteste Großmutter ihren Enkeln kein Märchen vorlesen mag, in dem einem Mädchen im Zuge eines persönlichen Opfers, die Hände abgeschnitten werden, der Teufel hinter ihr her ist, weil der Vater sie versehentlich (!) an ihn verkauft hat - sie einerseits einen Prinzen heiraten darf, der aber andererseits in den Krieg ziehen muss, sie ein Kind von ihm bekommt, nach dessen Leben nun aber auch der Teufel trachtet. Sie ist ständig auf der Flucht und kommt nirgends an. Trotzdem macht sie aber auch Bekanntschaft mit einer guten Fee. Und vorübergehend erhält sie zwei silberne Hände. Ob dieses Märchen ein Happy End hat? Wer weiß!? Nur für Kinder ist es tatsächlich nicht geeignet. Dafür umso mehr für Erwachsene, die ein spannender Abend erwartet. Regie führt Torsten Diehl, der auch die Bühnenfassung geschrieben hat.

Premiere:

07. Dezember 2017

Weitere Aufführungen:

08. Dezember

09. Dezember

15. Dezember

16. Dezember

Beginn jeweils 20.00 Uhr

Regie & Bearbeitung

Torsten Diehl

 

mit

Beata Sosnowska

Roxane Scherbaum

Heleen Schösler

Sarah Wenowsky

Olga Zimmermann

u.a.

EIN MÄRCHEN - VOR ALLEM FÜR ERWACHSENE

Das BACKSTAGE-Projekt am Deutschen SchauSpielHaus existiert seit der Spielzeit 1992/93. Seitdem entwickeln Theatermacher gemeinsam mit Jugendlichen und Studierenden unter professionellen Bedingungen jedes Jahr mehrere Stücke, die beim BACKSTAGE-Festival präsentiert werden.

Zwei Gruppen des Jugendclubs zeigen erstmals ihre Arbeiten in der Marzipanfabrik. „Irinas Geburtstag“ (28.bis 30.09./19.00 Uhr) ist nach einem Stoff des russischen Dramatikers Anton Tschechow entwickelt worden. Unter der Regie von Ute Hannig, Schauspielerin des Ensembles am Deutschen SchauSpielHaus, beschäftigt sich die Gruppe mit den großen Fragen des Lebens, dem Hunger nach Sinn und dem Wunsch nach der persönlichen Erfüllung und Liebe. 

In dem zweiten Stück „Irgendwo zwischen ‚nicht genug‘ – Ein Regentag mit Haruki Murakami“ (04. und 05.10./ 19.00 Uhr) der UNISTAGE-Gruppe unter der Leitung von Michael Müller (Theaterpädagoge am Deutschen SchauSpielHaus) begegnen die Zuschauer einem jungen Mann in einem surrealistischen Raum. Er sammelt dort Geschichten, Figuren entern den Raum, die so durchgedreht, nachdenklich und zum Lachen sind wie das Leben selbst. Musik spielt in beiden Stücken eine zentrale dramaturgische Rolle.

GASTSPIEL.

DEUTSCHES SCHAUSPIELHAUS.

BACKSTAGE.

IRINAS GEBURTSTAG - nach Tschechow

„Komme was da wolle, einmal im Leben.“
Das Leben ist draußen. Wir sind in einem leeren Raum voller Umzugskartons.
Sie verheißen den Aufbruch oder das Ankommen.  
Zwischen Umzugskartons spielt unser Stück und spielen sich auch die größten Veränderungen im Leben ab. Trennungen, Versprechen, Hoffnungen, Pläne, Erkenntnisse, Enttäuschungen, Sehnsüchte. „Wenn Du je mein Leben brauchst, so komm und nimm es Dir.“ 

Wie groß und leer kann der Raum sein, zwischen einer Vorstellung von etwas, einer Idee, einer Sehnsucht und ihrer Umsetzung? Wie leer kann eine Bühne sein, wenn wir mit großen Erwartungen in die Proben gehen, was lässt sich überhaupt realisieren?

Wie leer kann der Raum zwischen zwei Liebenden sein. Oder zwischen zwei, die aneinander vorbei lieben?

28. September 2017

29. September 2017

30. September 2017

Beginn jeweils 19.00 Uhr

Regie

Ute Hannig

Musik

Anne Niemann

es spielen

Merle Branning, Leon Flucke, Joachim Fricke, Christian Gerling, Verena Jost, Lea Karwoth, Samira Kossebau, Finn Vincent Moriz, Anton Nürnberg , Klaudija Parizoska, Lisa Petersen, Maja Reifegerst, Maja von Schlenther, Dima Sevkopljas, Svenja Wienböcker, Lucie Wittenberg, Mona Zarreh

Irgendwo zwischen „nicht genug“!  - Ein Regentag mit  Haruki Murakami 

Ich mag Brunnen. Immer wenn ich einen sehe, werfe ich einen Stein hinein. Kein Geräusch ist so beruhigend wie das eines Kieselsteins, der auf die Wasserfläche eines tiefen Brunnens trifft.  Wenn der Wind singt, Haruki Murakami

Ein junger Mann sitzt an einer Weggabelung der Welt. Es regnet, die Tür steht offen, das Radio läuft, er kocht Spaghetti. jeder hat freien Zutritt, verrückte Nachbarn, verirrte Fremde, die tote Geliebte, die Zwillinge, die in seiner Wohnung leben ohne dass er sich über irgendetwas wundert. Die doppelten Böden seines Bewusstseins befinden sich bei dem jungen Mann jenseits der Realität und der Zeit – Er hat seine Welt in einem Roman erschaffen wie eine Art Melodie, die uns an Jazz, Pop oder Klassik denken lässt.  Es tauchen Menschen auf, die sich selber kaum verstehen, beiläufig begegnen sie ihm an Orten, wo sie die eigene Existenz suchen. Es gibt keine Garantie für ihr Kommen oder für ihr Bleiben. In der melancholischen, surrealistischen Atmosphäre und dem tiefgründigen Humor dieses Stückes können wir uns sehr gut wiedererkennen, egal an welcher Weggabelung wir gerade sitzen. Und wer nicht an die dunkle Seite des Mondes glaubt, sollte nicht durch diese Tür treten.

04. Oktober 2017

05. Oktober 2017

Beginn jeweils 19.00 Uhr

Regie/ Textfassung

Michael Müller

Eröffnung der BlackBox

Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre

Drei Personen finden sich an einem Ort ein, den sie weder ein- noch zuordnen können. Ein dubioser Kellner ist anfangs noch zu mageren Auskünften bereit, bis er schließlich ganz verschwindet. Die drei sind auf sich allein gestellt. Und so erzählen sie ihre Lebensgeschichten. Zunächst noch geschönt, doch nach und nach blättert die Patina guten Verhaltens ab und es zeigen sich Menschen wie sie sind: grausam, verstörend, schön, verächtlich, bewundernswert, verloren, lügend. Dieser Ort oder Un-Ort, die Hölle, existiert nur durch den Blick, das Wort des Anderen. Sehen und gesehen werden, als Vorgang des Scheiterns. „Die Hölle sind die anderen.“ In Zeiten von Rechtspopulismus und (medialem) Größenwahn bleibt dieser zentrale Satz des Stückes weit mehr als ein philosophisches Credo des Dichters. Ist es doch ein Verweis darauf, dass die Hölle weder im Jenseits, noch im Diesseits zu suchen ist. Was, wenn sie der Grundzustand ist? Und was ist dann das Paradies? 

Premiere: 29. Juni 2017

Weitere Aufführungen:

30. Juni 2017

1. Juli 2017

7. Juli 2017

8. Juli 2017

Beginn jeweils 20.00 Uhr

Regie & Bearbeitung

Torsten Diehl

Dramaturgie

Laura Dabelstein

mit

Felicia Beuck, Rebekka Corcordel, Javid Wunsch, Olga Zimmermann, Sebastian Voß

SARTRE KOMMT.

Das Wintermärchen von William Shakespeare

Niemand geringerer als Shakespeare soll es sein, dessen Erzählkunst die große Spielstätte unses Theaters einweiht. Unter der Regie von Torsten Diehl, dem künstlerischen Leiter des Theaters, entsteht ein Märchen, dass den Zuschauer aus der Realität reißt – zumindest für die Zeit des Abends.

Zum Stück: Der Böhmische König Polixenes ist seit neun Monaten in Sizilien zu Besuch. Die Frau des Sizilianischen König Leontes ist hochschwanger – Zufall? Leontes beschuldigt Frau und Freund der Unzucht. Der Freund flieht, die Frau wird verurteilt, das Neugeborene verbannt. Nur die Zeit wird zeigen, ob dieses Märchen ein gutes Ende nimmt.

Premiere: 23. Februar 2017

Weitere Aufführungen:

24.-25.02. und 02.-04.03.

Regie Torsten Diehl

Musik Murnau-Jessner Bros.

Video Mued van de Schlaaf

Licht Igor Sarazhynskyi 

Dramaturgie Laura Dabelstein

Maske Isabelle Altmayer

Technik Sebastian Voß 

Regieassistenz Olga Zimmermann 

 

Felicia Beuck, Emelie Daubner, Ceren Ece Disdis, Marie-Antoinette Pora, Roxane Scherbaum, Eva Stempel, Heleen Schösler, Beata Sosnowska, Claudia Trachsler, Sarah Wenowsky, Javid Wunsch

ERÖFFNUNG DER WHITEHALL