Ein Theater kommt...

1870 entstand durch die Fa. Oetker die weltgrößte Marzipanfabrik... das Gelände, die Bauten haben seitdem eine wechselvolle Geschichte. Eine weltberühmte Sternwollspinnerei die mit ihrer Wollgarnproduktion bis Ende der 60er Jahre hier produzierte, folgte Metallverarbeitung bis 2015. Seit dem 01.01.2016 wurden 600 qm umfangreich renoviert. Dabei wurde darauf geachtet, den Charme der alten Fabrikhallen zu erhalten und die Räume für Theater, Performance, Tanz, Film, Fotografie und Konzerte nutzbar zu machen. Die große Bühne, WhiteHall, wurde mit Shakespeares "Wintermärchen" unter der Regie von Torsten Diehl, dem künstlerischen Leiter des Theaters in der Marzipanfabrik, am 23.02.2017 eröffnet.
Am 29.06.2017 folgte ein weiteres Mal eine Eröffnung: die kleine Bühne des Theaters in der Marzipanfabrik, die BlackBox, wurde ebenfalls unter der Regie des Theaterdirektors mit Sartres Geschlossene Gesellschaft eröffnet.

... und spielt nun endlich weiter ...

wenn man seit 1 1/2 erst gar, dann überhaupt nicht und nun eingeschränkt spielen darf? Die Rede ist, Sie haben es sich sicher gleich gedacht, von SARS-CoV-2, allgemein Corona-Virus genannt. Alle Veranstaltungen bei uns haben eine Kennzeichnung, an der Sie verehrtes Publikum, erkennen können, welche Regel gilt.

3G

Bei 3G können alle die Vorstellung besuchen, die entweder geimpft oder genesen sind. Auch mit einem aktuellen Test (nicht älter als 24h) sind Sie herzlich willkommen. Maskenpflicht besteht bei 3G, solange Sie sich in unseren Räumen aufhalten. Also auch am Platz. Die Plätze können schachbrettmusterartig eingenommen werden. Auf Mindestabstände sind zu achten.

2G

Bei 2G können nur die Zuschauer ins Theater, die geimpft oder genesen sind. Dafür keine besonderen Mindestabstände mehr nötig und auch die Maskenpflicht fällt weg.

Bitte achten Sie also auf das entsprechende Zeichen bei jeder Veranstaltung.

... bis zum Ende.

Ja, liebes Publikum! Sie haben richtig gelesen. Das Theater in der Marzipanfabrik schließt zum 30.09.2021 sein Pforten.

Zu unserem großen Bedauern werden die letzten unveränderten, historischen Gebäude abgerissen und weichen entsprechend Neubauten. Damit geht nun für uns eine Zeit zu Ende, die aufregend und spannend war. Wir haben diesen Ort sehr geliebt. Und an Ihrem Zuspruch konnten wir ablesen, dass es der Mühe mehr als wert war. Ab 01.10.2021 geht es für uns an anderem Ort weiter. Wir bleiben in Altona! Hier auf dies0re Seite wird in Kürze der neuen Ort bekannt gegeben.

3G

Paar in einem klassischen Film

Die kahle Sängerin, eines der bekanntesten Stücke von Eugène Ionesco erzählt die Geschichte eines Paares, Mr. und Mrs. Smith, die sich mit Belanglosigkeit langweilen und quälen. Die absurde Folge zusammenhangloser Tätigkeiten und Erzählungen wird durch den Besuch von Mr. und Mrs. Martin unterbrochen. Die Martins geben vor sich nicht zu kennen, bis sie am Ende den eigenen Ehepartner (wieder-)entdecken.

Die junge Ann van Wetteren, Schülerin am ISDF - dem Institut für Schauspiel, Drama und Film, zeigt hier ihre erste Regiearbeit. In ihrem Konzept dreht sich alles um die Martins. Von Anfang bis Ende. Vom Leben zur Kunst und wieder zurück. Ein absurder Theaterabend und gar nicht so absurden Themen.

PREMIERE - 03.09.2021, 20 Uhr

Weitere Vorstellung am 04.09.2021, 20 Uhr


Mit Sandra Kanthak und Ralf Somann

Regie + Bühne: Ann van Wetteren

Beratende Dramaturgie: Torsten Diehl

Mr. & Mrs. Martin nach Ionesco

Umkleideraum

Eine Musikalische Lesung

Dierk Breimeier ist ein Erzähler. Einer, der die Welt gesehen hat und der gelernt hat, die Schönheit des Augenblicks zu schätzen. Daran will er andere teilhaben lassen. Deshalb stellt er seinen ersten Roman mit einer ganz besonderen Lesung vor.

Bevor er ans Theater ging, ist Dierk Breimeier (79) zur See gefahren, er war überall zu Hause und musste immer wieder Abschied nehmen. Von Häfen, Ländern am Ende von der Seefahrt wie er sie kannte, als ihn das Fernweh als jungen Menschen aufs Meer gezogen hatte. Ende der 1970er verschlug es ihn ans

Theater. „Ich hab einen Job gesucht, ich wollte von der Seefahrt weg.“ Der gelernte Elektriker mit Offizierspatent und Liebe zur Literatur war plötzlich Beleuchter am Schauspielhaus Hamburg und fing an, die Schauspieler künstlerisch in Szene zu setzen. Er war mittendrin in den großen Gefühlen, die den Kosmos Theater prägen, er erlebte bejubelte Inszenierungen, das „überschäumende Glück“ und „zutiefst erschütterte Menschen, wenn das Ganze in die Hose geht“.

Dierk Breimeier glaubt fest daran, dass es die kleinen Momente des Glücks sind, die so oft unbemerkt und unerkannt vorübergehen. Darum geht es auch in seinem Roman „Begegnungen“, den er im Selbstverlag herausbringt. Die Geschichte eines Seemanns und eines Mädchens, die sich mitten auf dem Ozean zuwinken. Jeder an Bord eines anderen Schiffes. „Wenngleich sie sich nicht kennen, verbindet sie doch ein unsichtbares Band“, sagt Breimeier. „Obwohl es Kunstfiguren sind, fließt Autobiografisches ein“, so Breimeier, der Ende der 90er Jahre von Hamburg mit seiner Familie auf einen Resthof nach Hagenah gezogen ist, eine wilde Idylle mit Weidenpavillon, Rosenbögen und Stockrosen. Ihm geht es beim Schreiben oft um

dieses Thema: der Versuch der Menschen, in der Liebe die Erfüllung zu finden. „In der Regel geht das ja schief“, sagt Breimeier.

Das Gerüst für seinen Roman hatte er schnell. Zweieinhalb Jahre hat er mit Pausen daran geschrieben. „Aber nur im Winter.“ Im Sommer ist zu viel Schönheit um ihn herum, die ausgekostet und gepflegt werden muss. Wenn er dann wieder am Schreibtisch sitzt, „dann fließt es auch“. Seine Frau Andrea Breimeier hat ihn dazu überredet, seinen Roman als Buch drucken zu lassen. „Man will doch für die Menschen schreiben“, hat sie ihn ermuntert. Und sie war die Kitsch-Kontrolle.

„Gerade, wenn man sich Themen wie Liebe und Sehnsucht auf die Fahnen geschrieben hat, muss man aufpassen, dass es nicht abgleitet“, sagt Dierk Breimeier.

Mit Dierk Breimeier und Capella Cicilia

Musikalische Lesung am 11.09.2021 um  19.30 Uhr

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Begegnungen - Roman von Dierk Breimeier

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KONZERT am 17.09.2021 // BlackBox

Beginn 20.00 Uhr // Einlass 19.00 Uhr

Das Projekt ORBIT versammelt Musiker rund um den Composer und Solokünstler Marcel Heym. Musik mit Worten zu beschreiben KANN man machen. In diesem Fall laden wir eher dazu ein, den unterstehenden Link zu nutzen und den Track auf YouTube sich anzuhören.Wir freuen uns jedenfalls sehr auf das Konzert in unserem Hause.

Karten erhalten Sie an ausgesuchten VVK-Stellen, nutzen Sie dazu den unterstehenden Link "Tickets"oder bei uns an der Abendkasse der jeweiligen Vorstellung!

Konzert: ORBIT (live)       (AUSVERKAUFT!)

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Schwarzweiss-Gebäude

Schauspiel

Letzte Premiere im Theater in der Marzipanfabrik

 

Am 23.09.2021 findet die letzte Premiere im Theater in der Marzipanfabrik statt. Das Stück Niemand von Öden von Horváth ist erst 2017 uraufgeführt worden, nachdem es auf einer Auktion kurz zuvor aufgetaucht war. Das ehemals seit 1924 verschollene Stück handelt von einem Vermieter, der - Nomen est Omen  -Fürchtegott mit Rufnamen heißt. Er regiert in seinem Gebäude hart und unerbittlich. Doch gleichzeitig taucht sein verloren geglaubter Bruder Kasper wieder auf. Dieser scheint wie eh und je Fürchtegott alles zu nehmen, woran sein Herz hing und nun wieder hängt. Sind es wirklich Brüder? Oder ist es am Ende ein und dieselbe Person, die eine weitere grausame Art des Mitmenschenspiels genießt. Überhaupt verschwimmen ständig Realität und Traum... die Themen sind aber so konkret und real wie man sie heute, einem einhundert Jahre altem Stück, nicht unmittelbar vermutet: Wohnraumknappheit, Armut, Zweckehe, Prostitution, Mord, Versagen sozialer Systeme, Raub und nicht zuletzt Gier. Dabei wollen doch alle nett sein. Meistens jedenfalls.

 

Premiere: 23.09.2021

Weitere Vorstellungen: 24.+25.09.2021

alle Vorstellungen 20.00 Uhr

Wegen Erkrankung 

im Ensemble müssen wir die Premiere
leider verschieben.
Ein neues Datum steht noch nicht fest.
Sobald dies der Fall ist, geben wir die neuen Daten hier an dieser Stelle rechtzeitig bekannt. 

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Niemand von Ödön von Horváth